Sommer Team Cup Bochum – wenn der Kopf nicht mitspielt
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ToggleGestern Nachmittag stand unser Spieltag beim Sommer Team Cup Bochum in der Innenstadt an. Eigentlich war die Vorfreude groß: nur eine knappe Stunde Anreise, ein starkes Gegnerteam – die „Kanten Mathematiker“ – und für mich die Chance, endlich die 1400 TTR zu knacken.
Am Tag zuvor hatte ich beim Andro WTTV Cup richtig gut gespielt, +17 Punkte geholt, stand bei 1399 und wusste: mit einem Sieg gegen einen Gegner mit ca. 1470 wäre der Meilenstein endlich erreicht. Ich hab mich richtig auf diesen Nachmittag beim Sommer Team Cup Bochum gefreut.
Wir sind zu viert angereist: Sonja, Christian, Alex und ich. Alex wollte unbedingt gegen seinen Wunschgegner spielen – also bin ich diesmal an Position 3 gerutscht. Kein Problem für mich – dachte ich.
Um 14:00 Uhr ging es los, aber schon beim Betreten der Halle kam der erste Dämpfer: Die „Kanten Mathematiker“ waren nur zu zweit da. Mein Wunschgegner lag krank mit Fieber im Bett. Ich hatte also genau ein Einzel – gegen einen Gegner mit 1162 TTR.
Normalerweise nehm ich so jemanden 3:0 vom Tisch. Aber ab da ging’s bei mir im Kopf irgendwie bergab.
Die Halle? Winzig, kaum Platz. Der Boden? Weich und rutschig. Die Tische? Rappelten schon beim Anschauen. Die Bälle? Trainingsware. Alles zusammen für mich auf einmal unspielbar. Ich hab nur noch das Schlechte gesehen.
Und dann kam auch noch das Match. Ich hab’s vergeigt. Punkt. Ich hab beim Sommer Team Cup Bochum gegen Tobias verloren. Nicht, weil er besser war, sondern weil ich mit meinem Kopf schon ganz woanders war.
Wobei mir wichtig ist zu sagen: Ich will Tobias’ Leistung hier nicht kleinreden. Er hat das wirklich gut gespielt und meinen fehlenden Fokus clever ausgenutzt. Das war absolut verdient.
Trotzdem gewonnen
Das Positive: Wir haben das Teamspiel trotzdem mit 4:3 gewonnen. Zwei Punkte gingen kampflos an uns, weil die Gegner nur zu zweit waren. Sonja hat ihr Match gegen Tobias souverän nach Hause gebracht. Und Christian und Alex haben im Doppel richtig stark abgeliefert. Danke dafür!
Auch wenn ich beim Sommer Team Cup Bochum persönlich nicht überzeugt habe, hat das Team zusammengehalten und das Ding nach Hause gebracht.
Entschuldigung ans Team
An dieser Stelle möchte ich mich ehrlich bei euch dreien entschuldigen: Sonja, Christian, Alex – ihr habt alles gegeben und euch nicht hängen lassen, obwohl die äußeren Umstände nicht optimal waren. Ich dagegen habe mich von dem ganzen Mist runterziehen lassen. Das war weder fair noch hilfreich für unser Team beim Sommer Team Cup Bochum.
Was ich daraus lerne
So ein Nachmittag beim Sommer Team Cup Bochum zeigt mir einmal mehr: Tischtennis wird zu 80 % im Kopf gespielt. Es bringt nix, sich über Tische, Bälle, Hallenboden oder einen fehlenden Gegner aufzuregen. Am Ende zählt nur, was ich aus den Gegebenheiten mache.
Für die Zukunft nehme ich mir vor:
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vor jedem Spiel nochmal tief durchzuatmen und mich auf mein Spiel zu konzentrieren.
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die äußeren Bedingungen anzunehmen, wie sie sind – meckern bringt eh nix.
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auch aus „einfachen“ Spielen das Beste rauszuholen und den Respekt vor dem Gegner zu behalten.
Manchmal muss man so einen Nachmittag erleben, um wieder auf den Boden zu kommen. Jetzt heißt es: abhaken, weitermachen, besser machen. Die 1400 laufen mir nicht weg.
Danke euch allen fürs Mitlesen – und an mein Team fürs Verständnis.
Bis bald am Tisch!
Wenn Ihr auch solche Situationen kennt oder bereits erlebt habt, kommentiert Eure Erfahrungen. Oder schickt mir gerne eine Nachricht.



